Ratgeber
Gläser für den Umzug verpacken
Gläser gehen weniger auf der Fahrt kaputt als im Karton, wenn sie gegeneinanderstoßen. Gut verpacken heißt, zwei Dinge zu verhindern – dass sie sich berühren und dass sie sich bewegen.
Aktualisiert am 1. Oktober 2026
Was Sie brauchen
- Kleine, stabile Kartons – ein großer Karton voller Gläser wird schwer, und der Boden gibt nach
- Glattes Packpapier oder Seidenpapier, zwei bis drei Bogen pro Glas
- Luftpolsterfolie für Weingläser, Stielgläser und Kristall
- Pappeinsätze mit Fächern, falls Sie welche haben – die aus Wein- oder Spirituosenkartons passen
- Breites Packband und ein dicker Filzstift
Schritt für Schritt
Bereiten Sie den Karton vor
Kleben Sie den Boden über Kreuz zu und legen Sie ihn mit einer dicken Schicht zerknülltem Papier aus. Das ist das Polster für alles, was darauf kommt.
Füllen Sie jedes Glas aus
Ein zerknüllter Bogen Papier im Glas macht es stabiler – ein gefülltes Glas hält Druck besser aus als ein hohles.
Wickeln Sie jedes Glas einzeln ein
Legen Sie das Glas auf eine Ecke des Bogens, rollen Sie es diagonal ein und stecken Sie die Ränder des Papiers dabei immer wieder in die Öffnung. Nie zwei Gläser in einen Bogen.
Stellen Sie die Gläser aufrecht
Senkrecht, dicht an dicht, die schwersten unten. Liegend hält Glas am wenigsten Gewicht aus.
Füllen Sie die Lücken
Zerknülltes Papier zwischen die Gläser, in die Ecken und obendrauf. Schütteln Sie den Karton leicht – wenn Sie etwas klappern hören, fehlt noch Papier.
Schließen und beschriften
Kleben Sie den Karton zu und schreiben Sie „Zerbrechlich“ und „Diese Seite oben“ auf mehr als eine Seite. Wer ihn trägt, sieht nur die Seite, die gerade zu ihm zeigt.
Trinkgläser und Tassen für jeden Tag
Wasser- und Saftgläser lassen sich am leichtesten verpacken, und gerade sie werden am wenigsten sorgfältig verpackt – deshalb gehen sie am häufigsten kaputt. Die Regel ist für alle dieselbe, Tassen eingeschlossen: ein Glas, eine eigene Hülle.
Wenn Sie die Pappeinsätze aus einem Wein- oder Spirituosenkarton haben, nutzen Sie sie – das ist der einfachste Trick, um Gläser zu verpacken. Jedes Glas bekommt sein eigenes Fach, eingewickelt in einen einzigen Bogen, und der Karton ist in der halben Zeit voll.
Sie verpacken für denselben Umzug auch Teller? Die kommen hochkant in den Karton, nicht gestapelt – wie das geht, steht unter Geschirr verpacken.
Weingläser, Stielgläser und Kristall
Die Schwachstelle eines Weinglases ist der Stiel. Fangen Sie dort an: Wickeln Sie den Stiel in Luftpolsterfolie oder Papier, bis er so dick ist wie der Kelch, und wickeln Sie erst dann das ganze Glas ein. So verteilt sich der Druck, statt ganz auf dem Stiel zu landen.
Kristallgläser und dünne Stielgläser bekommen einen eigenen Karton, in einer einzigen Lage. Legen Sie nichts darauf.
Papier oder Luftpolsterfolie?
Für normale Gläser reicht Papier, und es geht schneller: Es schmiegt sich an das Glas und füllt die Lücken. Alltagsgläser können Sie ohne Luftpolsterfolie verpacken. Luftpolsterfolie trägt mehr auf – es passen weniger Gläser in einen Karton – und lohnt sich dort, wo das Risiko größer ist: bei Weingläsern, Kristall, geerbten Gläsern. Und wenn Ihnen auch das Papier ausgeht, ist eine saubere Socke über jedem Glas ein alter Trick, der funktioniert.
Beides zusammen bewährt sich bei den empfindlichsten Stücken: Papier direkt am Glas, Luftpolsterfolie außen.
Gläser in Kartons packen: wie viele Lagen
Packen Sie Gläser in kleine Kartons – in einen passen eine oder zwei Lagen. Zwischen die Lagen kommt ein Stück Pappe oder eine ordentliche Schicht zerknülltes Papier, und die schwersten Gläser bleiben unten. Wenn sich der Karton beim Hochheben schwer anfühlt, nehmen Sie eine Lage heraus.
Außen auf dem Karton
Ein Karton mit Gläsern sollte jedem, der ihn hochhebt, drei Dinge sagen: dass er zerbrechlich ist, wo oben ist und in welches Zimmer er kommt. Schreiben Sie das auf zwei Seiten und auf den Deckel.
Und nummerieren Sie ihn. „Küche“ auf acht Kartons sagt Ihnen nicht, in welchem die Gläser für das Abendessen am Samstag stecken.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Große Kartons nehmen. Gläser wiegen mehr, als man denkt, und ein schwerer Karton fällt herunter oder gibt am Boden nach.
- Zwei oder drei Gläser zusammen einwickeln, um Papier zu sparen. Sie stoßen in der Verpackung aneinander und bekommen Macken.
- Die Gläser in den Karton legen. Stehend tragen sie Gewicht, auf der Seite liegend zerbrechen sie.
- Klares Glas oder Kristall nur in Zeitungspapier wickeln. Die Druckerschwärze kann auf das Glas abfärben – nehmen Sie Zeitung nur zum Auffüllen, außerhalb der eigentlichen Verpackung.
- Den Karton halb leer lassen. Ist er nicht bis oben gefüllt, gibt er nach, sobald ein anderer Karton daraufkommt.