Ratgeber
Wie Sie Bilder für den Umzug verpacken
An einem Bild gehen drei Dinge kaputt – die Ecken des Rahmens, das Glas und die Oberfläche der Leinwand. Ein Bild zu verpacken heißt, alle drei zu schützen, in dieser Reihenfolge.
Aktualisiert am 1. Oktober 2026
Was Sie brauchen
- Unbedrucktes Packpapier oder Seidenpapier, das direkt am Bild anliegt
- Luftpolsterfolie
- Pappe – gekaufte Eckenschützer oder Streifen, aus einem alten Karton geschnitten
- Malerkrepp und breites Packband
- Ein Karton zum Verpacken von Bildern – ein flacher Bilder- oder Spiegelkarton, eigens dafür gemacht, oder zwei zerlegte Kartons, auf Maß zugeschnitten
Schritt für Schritt
Das Glas sichern
Bei Bildern mit Glas kleben Sie zwei Streifen Malerkrepp über Kreuz auf das Glas. Wenn es bricht, bleiben die Scherben am Klebeband hängen, statt das Bild zu zerkratzen.
Zuerst Papier
Wickeln Sie das Bild in unbedrucktes Papier. Das Papier berührt den Rahmen und die Leinwand – die Luftpolsterfolie kommt erst danach, außen herum.
Die Ecken schützen
Auf jede Ecke kommt ein Eckenschützer aus Pappe, mit Klebeband befestigt. An den Ecken bekommt ein Bild die Stöße ab.
Rundherum Luftpolsterfolie
Zwei Lagen, mit Packband verschlossen. Die Noppen zeigen nach außen, damit sie keine Abdrücke hinterlassen.
In einen passenden Karton, stehend
Das Bild kommt in einen Karton, der genau passt, die Seiten mit Papier ausgefüllt, und fährt aufrecht mit – nie liegend und nie mit etwas obendrauf. Schreiben Sie „Zerbrechlich“ und „Nicht flach legen“ darauf.
Bilder mit Rahmen und Glas
Sie sind die empfindlichsten und die häufigsten. Wie Sie Bilder mit Rahmen richtig verpacken, steht oben: Das Kreuz aus Klebeband auf dem Glas, das Papier, die Ecken und die Luftpolsterfolie decken fast jeden Fall ab. Ist der Rahmen geschnitzt oder vergoldet, nehmen Sie mehr Papier – erhabene Verzierungen bekommen leicht Dellen.
Spiegel verpacken Sie genau auf dieselbe Weise.
Gemälde auf Leinwand, ohne Glas
Bei einem Gemälde ohne Glas schützen Sie die Oberfläche. Unbedrucktes Papier oder Seidenpapier darüber, ohne es straff zu ziehen, und erst dann die Luftpolsterfolie. Nie Plastik direkt auf die Farbe und nie Zeitungspapier.
Ist die Farbe frisch – erst wenige Wochen alt –, sollte sie am besten gar nichts berühren: Ein Rahmen aus Pappe rundherum, höher als die Leinwand, hält die Verpackung von der Farbe fern.
Große Bilder und Gemälde verpacken
Ein großes Bild passt selten in einen Karton. Bauen Sie einen nach Maß: zwei große, zerlegte Kartons, einer auf jeder Seite wie zwei Brotscheiben, rundherum mit Klebeband verbunden. Innen dieselbe Verpackung wie immer.
Ein großes Bild tragen zwei Personen, und es fährt aufrecht mit – an eine Wand des Umzugswagens gelehnt und festgezurrt, damit es nicht umkippt, am besten zwischen zwei Matratzen oder zwei Möbeldecken.
Mehrere kleine Bilder
Sie dürfen in denselben Karton, hochkant wie Schallplatten, jedes einzeln eingewickelt und mit einem Stück Pappe dazwischen. Füllen Sie die Lücken, damit sie nicht aneinanderstoßen.
Bilder zum Einlagern verpacken
Zum Einlagern ist die Verpackung dieselbe, mit drei zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen: aufrecht und nie liegend, nicht direkt auf dem Boden und an einem trockenen Ort ohne große Temperaturschwankungen. Schließen Sie die Bilder nicht monatelang luftdicht in Plastik ein – Papier lässt sie atmen, Plastik hält die Feuchtigkeit fest.
Das richtige Papier
Unbedrucktes Papier – säurefrei, wenn das Stück wertvoll ist. Seidenpapier ist am weichsten; braunes Packpapier reicht für die meisten Bilder. Kein Zeitungspapier: Die Druckerschwärze färbt ab.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Bilder flach aufeinanderstapeln. Das ganze Gewicht lastet auf dem Glas des untersten.
- Luftpolsterfolie direkt auf eine bemalte Leinwand legen. Sie kann Abdrücke in der Farbe hinterlassen.
- Normales Klebeband auf Glas oder Rahmen verwenden. Es hinterlässt Kleberreste – auf Glas nur Malerkrepp.
- Mehrere Bilder ohne Pappe dazwischen in denselben Karton stellen.
- Die Ecken vergessen. Dort kommen fast alle Rahmen beschädigt an.